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Konzernkritik

 

Unilever hat den Hersteller Pukka übernommen

Pukka fliegt bei Momo aus dem Sortiment. Warum?
 
Unilever ist der drittgrößte Konsumgüterhersteller weltweit. Der weltweit größte Teeproduzent. Unilever dominiert schon heute mit zwei weiteren Produzenten 85 Prozent des Tee-Marktes weltweit. Das Problem dabei ist, dass…
damit auch Preise, Geschäftsbedingungen und zunehmend auch politische Rahmenbedingungen diktiert werden.
Dass im Norden verbraucht wird was im Süden billig produziert wird.
Dass die Gewinne nicht vor Ort, sondern von den Unternehmen der Industrienationen erzielt werden.
Dass die Verlierer die Erzeuger, die Kleinbauern in der so genannten III.Welt sind.
Dass dadurch das Recht auf Nahrung verletzt wird, durch Landverdrängung, Saatgutpatente, unfaire Handelsbeziehungen.
 
Weltweit gibt es Millionen Marken; dahinter stehen aber gerade mal ein-zwei handvoll Konzerne, tatsächlich also sind es wenige die die Fäden ziehen. Vorab Nestlé vor P&G (Procter & Gamble) und Unilever (sowie Pepsico, Danone, L`Oreal, Henkel,…).
Der Saatgutmarkt wird zu 50% von nur 3 Konzernen bestimmt. Damit einher gehen Urwaldrodungen, Landvertreibung indigener Völker, Monokulturen und Pestizideinsatz in hierzulande unvorstellbaren Ausmassen.
Damit einher geht eine vorgetäuschte Vielfalt, tatsächlich sind die Produkte beliebig austauschbar.
Fatale Folgen hat eine solche Machtkonzentration für die Artenvielfalt, die Umwelt und uns Menschen.
 
Darum wird bei Momo konsequent zensiert wenn die Ziele divergent sind. Das geht nicht kompromissfrei, aber wir arbeiten dran: auch morgen noch in den Spiegel schauen zu können!
momo-raoul im September 2017

 

Ausverkauf der Werte?

Die Pioniere der Biobranche sind ins Alter gekommen. Bioladner, Landwirte, Hersteller, Grosshändler- irgendwann stellt sich die Frage der Nachfolge.
Manche Ökos lösen das Problem authentisch, suchen sich einen Nachfolger der aus der Branche kommt und ähnliche Ziele verfolgt.
Andere machen’s anders, altbekannte Bio-Marken wie De Rit, Allos, Bruno Fischer, Lima,…, sind in Händen konventioneller Konzerne. Ob „Wagner-Pizza“, eine Tochter von Nestlé oder „Bionade“, eine Tochter der Radeberger Gruppe, Dr.Oetker.
Alles Namen, die schon immer für Ökologie und Verbraucherwohl im besonderen Sinne standen, ist klar. Aktuell auch Provamel, verkauft an Danone.
 
Das Problem ist, dass die Intention eines Konzerns stets die Profitmaximierung und nie die Qualitätsoptimierung ist.
Anbau und Qualität, der Handel an und für sich, der Umgang zwischen den Handelsstufen, die Arbeitsbedingungen- interessiert den rendite-orientierten Manager nicht den Furz.
Daher ersetzen wir diese Marken, weitestgehend, falls noch nicht geschehen, dann mittelfristig.
Ob das langfristig ein gangbarer Weg ist- wir glauben ja. Denn es gibt sie, die authentischen, politisch-korrekten, partnerschaftlichen, transport- und verpackungsoptimierenden Jutetaschen- und Pfandflaschenliebhaber.
 
Wir freuen uns über eine rege Diskussion.
momo-raoul - im Februar 2017
 
Rückmeldungen:
Lieber Raoul,
mich begeistert dein/euer Mut und ich werde diesen eingeschlagenen Weg sehr gerne mitlaufen. Es gibt viele gute Gründe, bei euch einzukaufen, aber der wichtigste für mich war und ist eure Konsequenz, mit der die Ideale der fairen Biobranche hochgehalten werden. Sei es nun der enge Kontakt zu den Herstellern und Erzeugern, der weitestgehende Verzicht auf 10.000-Flugmeilen-Ware oder aktuell deine "Konzernkritik", im Wissen, eine entsprechend gefilterte Produktauswahl vorzufinden, betrete ich euren Bioladen stets mit einem guten Gefühl und verlasse ihn jedesmal mit einem noch besseren Gewissen.
B.
 
Lieber Momo-Raoul,
mit Ihrer Konzernkritik sprechen Sie mir aus der Seele, kann ich nur umfassend zustimmen und freue mich, wenn es Ihnen gelingt, das Sortiment zu filtern und zu bereinigen.
Aber was ist mit den vielen "Bioladen"-Produkten, die teilweise eklatant geringere Preise im Laden haben als die "alten" Marken? Teilweise gibt es bei Momo keine andere Milch mehr als die mit dem Bioladen-Schild. Da muss doch das gleiche Preisdumping wie bei den Konventionellen herrschen, anders kann doch das nicht sein. Bei der Butter ist es ebenso zu beobachten, z. B Bioladenbutter und Up-Bauernmolkerei... ein eklatanter Preisunterschied. Wie ist das alles zu vertreten?
Weil bei Momo die Bioladenprodukte meiner Ansicht nach überhand nehmen, kaufe ich zwischenzeitlich überwiegend bei Haus Bollheim direkt ein.... man möge mir verzeihen...
Aber gelegentlich treibt es mich dann ja doch noch auf die schäl Sick.
Viele Grüße Ulrike T.
 
Liebe Ulrike, danke für die Rückmeldung.
Nein, beichten musst Du nicht für die Ausflüge nach Zülpich, Bollheim ist unser Lieblingslieferant und verdient jede Unterstützung.
Hinter der Marke bioladen* verbirgt sich die Firma Weiling mit einer sehr unterstützenswerten Idee. Daher auch das breite Angebot bei Momo. Ein klarer Vorteil für Momo ist deren Fachhandelstreue; also, diese Produkte gibt es ausschließlich im Bioladen, nicht bei den grossen Bio-Ketten und auch nicht im konventionellem Supermarkt.
Die Preise sind gut, aber nicht auf Kosten der Erzeuger, im Gegenteil: Hier gibt es verbindliche Absprachen, Abnahmegarantien, Anbauplanung, teilweise Vorkassezahlungen. National, regional, aber auch international.
In der –> momoinfo 2016 habe ich dazu was geschrieben. Ausserdem surf mal bei Zeit auf bioladen.DE, das ist kein greenwashing was hier geschrieben ist.
...
Hinter dem Ganzen steckt Bernd Weiling, ein Bio-Urgestein, seit den 1970ern aktiv. Inzwischen ist das Unternehmen riesig und hat fast 300 Angestellte, was aber nicht heissen muss dass es deshalb weniger anspruchsvoll geht. Im Gegenteil, viel bewegt viel. Momo ist auch inzwischen ein mittelständiges Unternehmen mit 7 Auszubildenden und 30 Festanstellungen plus Metzgerei plus Bistro plusplus- das bedeutet nicht, dass deshalb Inhalte und Authentizität flöten gehen. ...
Danke und bis bald: momo-raoul
 

 

 

im Februar 2017



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