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Und dann war da noch...
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Schadstoffe & Skandale

Der ökologische Landbau trägt dazu bei, dass nicht noch mehr Gift in den Kreislauf der Natur eingespeist wird und vielfältige Kulturlandschaften entstehen oder erhalten bleiben.

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Über Skandale im Speziellen, rund um Lebensmittel bzw. Naturkost, informieren die Spalte rechts sowie Momos –> Skandale–Chronologie

 

Skandale
Die meisten Skandale die durch Presse und Fernsehen geistern liegen ausserhalb unseres Wirkungskreises, schaden uns aber deshalb nicht minder.
Unsere Lieferanten sind meist Pioniere, wie wir; damit steht der Umsatz natürlich auch im Focus, ist aber nicht der erste Beweggrund.
Authentizität mit anderen Worten. Wenn der Antrieb ein rein wirtschaftlicher ist, bleibt die Qualität auf der Strecke, das ist normal. Es spielt also auch die Betriebsform eine Rolle, eine Aktiengesellschaft als Naturkosthersteller steht unter ganz anderem wirtschaftlichen Druck als ein Bio-Landwirt im Vorgebirge.
Des weiteren lockt der florierende Biomarkt Trittbrettfahrer an, die fetten Reibach wittern, die Produkte sind in der Regel teurer und so denkt mancher, es sei mehr Kohle zu scheffeln als im gewöhnlichen Lebensmittelmarkt. Produktion auf niedrigsten Bio-Niveau, Bio-Massenproduktion, parallele Erzeugung von ökologisch und konventionellen Produkten, dass das nicht gutgeht versteht jedes Kind.
Fehler passieren aber überall. Diese ans Tageslicht zu bringen ist zB Aufgabe des Monitorings, wenn mit kostspieligen Analysen Schadstoffe gesucht werden. Werden welche gefunden, müssen die Ursachen erforscht werden. Für einen seriösen Produzent ist das eine wertvolle Hilfestellung.
Allein dank der, im Lebensmittelmarkt einmaligen, Transparenz von Herkunft und Verarbeitung, ist es überhaupt möglich die Ursachen zu finden.
Haltbare Produkte in ausreichenden Margen werden von seriösen Herstellern analysiert bevor sie auf den Markt kommen. Das ist nicht selbstverständlich, im konventionellem Markt erfährt man eher gar nichts oder das Produkt ist schon längst verzehrt worden.
Bei frischen Produkten ist die Zeit knapp für solche Analysen; allerdings bieten sie dann Schutz für die Zukunft, denn die Inverkehrbringer kontaminierter Ware werden, zumindest vorläufig, von der Vermarktung ausgeschlossen.
Der Aufwand solcher Analysen sowie der Gewährleistung der Transparenz von Herkunft und Verarbeitung ist hoch und mit ebensolchen Kosten verbunden, ein Grund für den berechtigten, meist höheren Preis zertifizierter Lebensmittel.
Was sind Schadstoffe?
Die Dosis macht das Gift. Meistens. Ein Beispiel für übertriebene Analytik ist, meines Erachtens, Cumarin in Zimt oder Acrylamid in Gebratenem. Erstens ist es zweifelhaft, ob die Wirkung auf ein Tier auf den Menschen übertragbar ist. Zweitens ist es wenig wissenschaftlich, aufgrund der mortalen Dosis eines isolierten Stoffes auf die Wirkung des komplexen Lebensmittels zu schliessen. Es ist nicht nur Cumarin in Zimt sondern Hunderte weiterer Stoffe.
Unter diesem Gesichtspunkt sind auch Vitamine höchst schädlich, wie zB Raucher schmerzlich erfuhren, als ihnen der Konsum von Vitamin-A empfohlen wurde, mit vermutlich gegenteiliger Wirkung. Gewonnen haben Pharmaindustrie und Apotheker mit zweifelhaften Versprechen so genannter Nahrungsergänzungsmittel.
Resümee: Keine Panik. Wenn der nächste Skandal den Medien höhere Einschaltquoten bzw. Auflagen beschert, denken Sie darüber nach wer daraus einen finanziellen Vorteil zieht.
Wenn wir allerdings Gifte in Bio-Produkten vorfinden, Spritzmittel der konventionellen Landwirtschaft, Nervengas aus konventioneller Lagerhaltung, dann klingeln alle Glocken. Wer aus Habgier die Gesundheit der Verbraucher aufs Spiel gehört hinter Gitter (womit allerdings ein Grossteil konventioneller Lebensmittel-Hersteller verurteilt werden müssten ;-)).
Was sind Schadstoffgrenzen?
Schadstofffreiheit kann schon lange niemand mehr garantieren. Auch kein Bio-Ladner.
Es gibt gesetzlich zugelassene Höchstmengen jeden bekannten Schadstoffes. Diese orientieren sich nicht etwa an der Gesundheit der Verbraucher sondern an der Machbarkeit, an der Wirtschaft. Um so höher die kontinuierliche Belastung der Lebensmittel, um so höher die Grenzwerte. Selbst unter der Rot-Grünen Regierung zur Jahrtausendwende wurden die zulässigen Grenzwerte für spanische Erdbeeren kurzfristig erhöht, da ansonsten der Markt zusammengebrochen wäre.
Inzwischen haben aber auch konventionelle Landwirte gelernt. Pestizid-Cocktails ist deren Lösung. Von vielen Giften ein wenig, das fällt nicht so auf. Mit letzten Endes vermutlich deutlich heftigeren Auswirkungen auf Mensch und Umwelt, da die Wechselwirkung der Gifte überhaupt nicht erforscht ist.
Naturkost-Hersteller orientieren sich entweder an den gesetzlichen Grenzwerten oder haben hauseigene, strengere Regeln. Mitglieder im BNN (Bundesverband Naturkost) unterliegen ebenfalls strengeren Richtlinien, die zwischen 10 und 50% des gesetzlich zugelassenen Wertes liegen..
Was bringen Warentests?
Für Normalsterbliche bleibt die Frage, wem man trauen kann und woran sich zu orientieren ist.
Oft orientieren sich Menschen an Tests verschiedener einschlägiger Zeitschriften, doch sollten Sie sich auch hier die Frage stellen, siehe oben: Wer verdient daran?
Hinzu kommt das Problem der Objektivität. Nach welchen Kriterien muss analysiert werden, um das Ergebnis der Wahrscheinlichkeit einer Wahrheit nahe kommen zu lassen?
Nach welchen Schadstoffen muss gesucht werden?
Wie hoch wird der ökologische Anbau bewertet, im Vergleich zum Konventionellen?
Wie hoch die Frage, ob ein Artkel in einer Umverpackung aus Pappe ist oder nicht?
Zudem, lassen wir die Pappe mal weg, ein Schadstoff wird nur dann gefunden, wenn er auch gesucht wurde. Es gibt keine Maschine die ein allumfassendes Analyseergebnis ausspuckt, es muss gezielt nach xy gesucht werden um xy zu finden.
 
Oftmals werden Produkte aufgrund ihres Geschmacks oder Aussehens abgewertet. Dabei ist zum einen zu Bedenken, dass in Bioprodukten im Vergleich zu konventionellen Vergleichsprodukten weniger geschmacksverstärkende oder –stabilisierende Zusatzstoffe erlaubt sind, und oft auch andere Herstellungsverfahren genutzt werden. Die daraus resultierenden Unterschiede im Geschmack werden von den Testgesellschaften nicht nur nicht immer berücksichtigt, sondern führen sogar zu Abwertungen. Den bio-gewohnten Kunden darf und kann das Produkt aber sehr wohl schmecken.
 
Im Test zu Fleischsalat (Stiftung Warentest 10/2012) gab es widersprüchliche Bewertungen: Zum einen wurde der Einsatz von Konservierungsmitteln abgewertet. Bio-Produkte enthielten diese Konservierungsmittel nicht, wurden aber stattdessen dafür abgewertet, dass die Gurkenstücke im Fleischsalat nicht mehr so grün waren. Der Einsatz der Konservierungsmittel hätte die Gurken grün gehalten...
 
Schokolade wurde auf das Schwermetall Cadmium untersucht. Kakao enthält Cadmium, schon immer und als natürlichen Bestandteil.
Für Cadmium in Schokolade gibt es keinen gesetzlichen Höchstgehalt, das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt, dass Schokolade nicht mehr als 0,3mg Cadmium pro Kilogramm Schokolade enthalten sollte. Ökotest hat Schokolade, ohne sachliche Begründung, schon abgewertet, wenn sie nur die Hälfte dieses Wertes enthielt- und sorgt bei unseren Kunden für völlig unnötige Verunsicherung.
 
Ökotest wertet Bioprodukte ab, wenn der BNN-Orientierungswert (eine freiwillige Selbstverpflichtung der Branche bzgl. Grenzwerte, siehe oben) nicht eingehalten wird, konventionelle Produkte werden an den gesetzlichen Rückstandshöchstmengen gemessen, und weisen deshalb zum Teil deutlich höhere Rückstandswerte auf, ohne dass eine Abwertung erfolgt.
 
Eine Bewertung der Art des eingesetzten Mehls, Weißmehl oder das ernährungsphysiologisch wertvollere Vollkornmehl, findet ebenfalls nicht statt.
 
Es sind oft lächerlich anmutende Kriterien einer sich objektiv und allwissend darstellenden Medien- und Wissenschaftswelt.

 

 

MEIN Rat ist einfach:
Vollwertig, zucker- und fleischarm, abwechslungsreich und saisonal, möglichst wenig verarbeitet. Im besten Fall aus einem Geschäft und von Herstellern Deines Vertrauens. DAS ist gesund.
momo-raoul

 




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