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Verpackung update 2017

Pfand & Plastik ...

 

Aus dem Nähkästchen: Pfand & Plastik

Mehrweg ist die umweltfreundlichste Verpackung. Wenn manche Statistiker das anders darstellen entbehrt es der Wahrheit zu der es ja nun keine Alternativen geben sollte.
Sollte eine Pfandflasche tatsächlich über 1000 Kilometer transportiert werden relativiert sich der Umweltgedanke in der Tat, dies aber schon bezüglich des Artikelinhalts und nicht allein der Verpackung wegen.
 
Also, Beispiel Momo: Wir haben 2016 im Schnitt täglich 400 Liter Milch verkauft. Wow! Davon 40% in Pfandflaschen, die übrigen 60% (davon 1/3 H-Milch) in weniger umweltfreundlichen Elopaks.
300 Öffnungstage x 160 Pfandflaschen Milch = 48.000 Flaschen; wenn wir die alle in eine Reihe stellten ergäbe das eine Kette von Momo bis zum Poppelsdorfer Schloss. Ich liebe solche Vergleiche.
Wie viel Erdöl und CO2 dadurch erspart wurden weiss ich zwar nicht. Wenn wir die 40.000 Joghurts noch dazu rechnen, wovon Ihr 60% in Pfandgläsern gekauft habt, unbedingt eine ganze Menge.
Da wir außerdem keine PET-Flaschen verkaufen, sondern nur eine sehr geringe Auswahl an Getränken ohne Pfand führen, liegt die Quote bei Bier, Wasser & Saft bei fast 100% Mehrweg.
Lob an Euch alle! IHR habt das gekauft.
 
Wobei ich zum Thema Plastik komme:
Bei Momo haben wir im Mai 2016 Plastik-Fasten eingeführt. Vor allem beim Gemüse, wegen der Grünen PE-Tüten. Wurden bis Mai 2016 noch täglich fast 170 der grünen Plastiktüten gebraucht waren es anschliessend nur noch knapp 20, also eine Verbesserung um 1000%.
Das ist ein Erfolg, oder gibt es gegenteilige Meinungen? Zu mir sind in der Tat nicht eine handvoll Menschen gekommen die daran etwas zu bemängeln hatten. Der Mensch ist von Natur aus faul- die große Mehrheit erkannte dass es allein eine Frage eigener Organisation ist.
 
Jetzt die Spenden-Frage:
Wir haben versprochen das Geld zu spenden. Es stehen 1067,80 Euro zur Disposition. Dazu haben wir Momos ein paar Ideen, Initiativen rund um Plastik und die verseuchten Meere, wären aber sehr neugierig auf Anregungen Eurerseits, das Geld sinnvoll zu spenden.
Diese bitte per Mail an info@bioladen.com. Oder beim nächsten Einkauf besprechen.
 

Mehrweg und Plastiktüten- Nachtrag Juli 2017

Spendenfrage
Seit Mai 2016 kosten bei Momo Plastiktüten 10 Cent und grosse Papiertüten geben wir zum Selbstkostenpreis ab. Bis Ende April 2017 haben wir damit 1067,80€ eingenommen die wir nun spenden.
Zur Spendenfrage haben wir reichlich Anregungen erhalten, danke dafür. Es gab zum Beispiel den Vorschlag FREIBIER- eine sehr gute Idee, einstimmig angenommen, machen wir nächstes Jahr ;-)
Die Tendenz regionale Vereine zu fördern überwog. So haben wir uns den Verein ausgesucht, der 2015 das Thema „Plastikfasten“ ins Leben rief und spenden das Geld an den „Abenteuer Lernen e.V.“.
Nächstes Jahr frage ich dann nochmal nach wo’s hingehen darf.
Verpackungsgesetz
A pro pos Müllvermeidung fragte ich mich was es mit dem neuen Verpackungsgesetz auf sich hat. Was ist Mehrweg per Definition?
Als Mehrweg wird eine Verpackung bezeichnet wenn sie mehrmals genutzt wird. Nicht als Mehrweg zählt zB eine 25-Cent-PET-Flasche, denn die wird geschreddert.
Die Gesamtquote an Mehrwegflaschen lag 2003 noch bei 63%, in 2014 nur noch bei 45%, neuere Daten sind nicht bekannt; vor der Erfindung des Grünen Punkts und Gelben Sacks lag die Quote wahrscheinlich deutlich höher.
Im Verpackungsgesetz werden stolze 70% Mehrweg avisiert, welches jedoch eine reine Zielformulierung ohne jegliche Sanktionen ist. Die gewohnt klare Linie der Regierung, ein deutliches JEIN.
Dass auch in der Biobranche der Mehrweganteil sinkt verwundert mich nicht, werden hier die gleichen Fehler nun in „grün“ nachgeholt. „Mehrweg First“ heisst es aber bei Momo auch weiterhin :-)

 

Hier unsere Info aus 2016,

seitdem wir die Hemdchentüten für 10 Cent abgeben:

 
Plastik fasten - Info im Mai 2016

 

Die Aufregung in der breiten Gesellschaft wegen der Müllberge im Pazifik und der Nanopartikel in unseren Flüssen und Seen (und Körpern) ist gross, das ist ein Schritt zu mehr Bewusstsein, aber kein Grund für blinden Aktionismus.
So hat es ein wenig gedauert bis auf dem Markt entsprechende Produkte verfügbar sind, die unserem kritischen Beäugeln auch standhalten. Denn, einfach nur Plastik gegen Papier auszutauschen hat zwar ein gutes Image, für die Umwelt bedeutete es aber nichts gutes.
Denn die Ökologie eines Produktes orientiert sich weitgehend an dessen Wiederverwendbarkeit. Papiertüten werden fast immer nur 1x benutzt und haben so einen deutlich höheren „ökologischen Rucksack“ als Plastiktüten. Zudem freut sich jede Müllverbrennungsanlage über Plastik im Abfall, so wird weniger Altöl zugegeben damit der ganze Mist auch brennt.
 
Die Verbannung von PE-Tüten hat etwas populistisches, denn es sind nicht die Tüten sondern es ist die Einstellung zu Wertstoffen die auf den Prüfstand gehört.
Da kann auch Momo nicht mal eben die Welt ändern, aber wir haben ein paar gute Ideen dazu.
 
Die ökologischste „Einkaufstüte“ ist aus Baumwolle oder Jute. Die führen wir seit 1983, inzwischen auch nach Möglichkeit zertifiziert biologisch angebaut.
Auch die Baumwollsäckchen mit Zuzieh-Kordel für Brot und Obst & Gemüse sind aus Bio-Baumwolle und fairem Handel. Aber sie sind etwas aufwendiger in der Handhabung, werden schnell unansehnlich, müssen richtig gewaschen werden, an der Kasse sehen wir nicht was drin ist, allerlei kleinere Haken hat die Sache.
Unsere perforierten Zuzieh-Beutelchen sind aus recycelten Polyester. Wir haben einen Anbieter gefunden der nicht chinesischen Abfall von chinesischen, sondern deutschen Abfall von deutschen Nähern und Näherinnen recycelt und produziert. Damit möchten wir kein neues Nationalitätsbewusstsein an den Tag legen, sondern einfach nur Produkte ohne fernöstliche Schadstoffe die in unserem Land und aus unserem Müll produziert werden.
Gerechte Löhne, wenige Transportmeilen, keine Weichmacher, lebensmittelechte Netze die schnell mal eben gewaschen werden können und lange Haltbarkeit versprechen.
 
Nur dran zu denken die auch mit in den Laden zu bringen bleibt noch als Hürde ;-)
 
Unsere Taschen geben wir zum Selbstkostenpreis ab.
Ob Polyester oder Jute oder Baumwolle.
Die Hemdchentaschen und auch die grösseren Papiertüten geben wir nicht mehr kostenlos ab.
Was wir damit erwirtschaften wird regelmässig gespendet, da gibt es genug Projekte die sich darüber freuen werden.
momo-raoul

 




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