Momos Milch-Info
Milch besteht zu 87% aus Wasser, 5% Laktose, 4% Fett, 3,5% Eiweiß.
Milch enthält Aminosäuren und Vitamine, sie trägt zur Kalzium-Versorgung des Körpers bei.
Laktose ist Milchzucker, ein so genannter Zweifachzucker, den Menschen und Tiere nur verdauen können, wenn er in die beiden Einfachzucker Glukose (Traubenzucker) und Galaktose (Schleimzucker) gespalten wird.
Dafür zuständig ist ein Enzym namens Laktase.
Laktose versteckt sich in vielen verarbeiteten Lebensmitteln. Unsere Hersteller deklarieren sämtliche Zutaten, auch jene die laut Gesetzgeber nicht auf der Zutatenliste stehen müssten. So können Sie hier sicher sein, keine versteckten Milchprodukte zu sich zu nehmen, wenn Sie das nicht wollen.
Bei schätzungsweise 80% der Menschheit (und bei jedem siebten
Deutschen) wird dieses Enzym Laktase im Erwachsenenalter nicht mehr gebildet.
Übrigens vertragen etwa 90% aller Asiaten gar keine Milchprodukte.
Man spricht dann von einer Laktose-Intoleranz.
Auch Schaf- und Ziegenmilch enthält Laktose, in etwas geringerer Menge. Nur die Milch der Seekühe ist laktosefrei, aber die werden Sie nicht so einfach bekommen ;)
Laktosefreie Milch
Die Herstellung laktosefreier Milch:
Man macht schon vor der Abfüllung das, was sonst im Dünndarm passiert: man gibt das Enzym Laktase dazu, daß den Milchzucker in Traubenzucker und Galaktose aufspaltet.
Darum ist diese Milch auch süßer als normale Milch.
Wegen dieser Süsse verwendet die Industrie bei der Herstellung von Schokolade und Milcheis häufig dieses Enzym, in der Regel aus genetisch veränderten Mikroorganismen.
Laktosefreie Milch und Milchprodukte bei Momo werden- natürlich- nicht mit Hilfe gentechnisch veränderter Mikroorganismen hergestellt.
In Käsen wird Laktose abgebaut;
innerhalb 3 Monaten Reifung ist diese kaum noch, nach gut 6 Monaten nicht mehr nachweisbar.
ESL-Milch
Inzwischen ist Frischmilch eine Rarität. Die ESL-Milch (für Extended Shelf Life) hat sie zunehmend verdrängt. Sie wird als “länger frische” Frischmilch bezeichnet.
Diese Milch kann auf verschiedene Arten hergestellt werden:
- für 2 Sekunden auf 127 Grad erhitzen;
- pasteurisieren und zusätzlich durch hochfeine Filter drücken;
- homogenisieren und durch Wasserdampf erhitzen.
Von 100.000 Bakterien pro Milliliter sind danach weniger als zehn übrig.
Der Vorteil liegt in der Haltbarkeit, ungeöffnet liegt diese bei etwa drei bis vier Wochen.
Diese Milch als „Frischmilch“ zu deklarieren ist Verbrauchertäuschung.
Deshalb werden Sie diese bei uns auch nicht vorfinden.
Wir bleiben bei den traditionellen Kuhmilchsorten, die da wären:
Paul Söbbeke, Geschäftsführer der gleichnamigen Molkerei, betrachtet mit Sorge, daß sich der Biomarkt „leider langsam in die konventionelle Richtung bewegt. H-Milch ist auf dem Vormarsch und das, was den Biomarkt so lange auszeichnete, die Frische, wird immer mehr konterkariert.”
Söbbeke kritisiert dabei vor allem die ESL-Milch, die als Frischmilch in den Handel kommt und den Verbraucher letztlich täuscht. Denn der Kunde kaufe, meist ohne sich dessen bewusst zu sein, eine hocherhitzte Milch ohne die wertvollen Enzyme der echten Frischmilch.
Die traditionellen Kuhmilchsorten:
Vorzugsmilch
ist Rohmilch, die von speziell zertifizierten Betrieben filtriert und verpackt wird. Inhaltsstoffe und der natürliche Fettgehalt von 3-5% bleiben weitestgehend erhalten.
Haltbarkeit: 2-3 Tage.
Pasteurisierte Milch
Pasteurisierte Milch ist jene Milch, von der wir jedes Jahr etwa 75000
Liter unters Volk bringen.
Sie wird für 15-30 Sekunden auf 72- 75 ° Celsius erhitzt.
Haltbarkeit ungeöffnet 6-10 Tage.
Als Vollmich oder als fettarme Milch erhältlich.
Konventionell wird diese Milch zusätzlich homogenisiert, siehe unten.
H-Milch
H-Milch (ultrahocherhitzte Milch) wird für wenige Sekunden auf knapp über 140°C erhitzt.
Danach sind praktisch alle Bakterien abgetötet.
Haltbarkeit: ungeöffnet 3-6 Monate bei Zimmertemperatur, geöffnet im Kühlschrank aufzubewahren.
Als Vollmilch oder als fettarme Milch erhältlich.
H-Milch wird homogenisiert, auch Bio-H-Milch.
Rohmilch
ist Milch wie sie aus dem Euter kommt. Nur die Bauern selbst dürfen sie unter strengen Hygienevorschriften verkaufen.
Homogenisierung
Ziel der Homogenisierung ist, daß die Milch nicht aufrahmt und so besser verdaulich ist.
Wegen der Homogenisierung der Milch, bei der die Fettkügelchen der Milch verkleinert werden, kann das Enzym „Xanthinoxidase“ durch die Magensicherheitsschranken in den Darm gelangen sozusagen mittels Verkapselung in den kleinen Fettkügelchen und von dort über die Dünndarmhaut ins Blut gelangen.
Im Blut frei zirkulierende Xanthinoxidasen zerstören aber eine wichtige Fettschutzschicht (Plasmalogene), welche speziell die Herzmuskelzellen und die Arterienwandzellen schützt, was zu Arteriosklerose und Herzerkrankungen (auch Herzinfarkt) führen kann.
Heute ist bekannt, dass Plasmalogene auch gehäuft im Myelin (Trennschicht innerhalb von Zellen) und im Gehirn vorkommen, weshalb sich die Frage stellt, ob es nicht auch dort ähnliche Effekte geben kann.
Homogenisierte Milch sollte also, vorsichtig formuliert, in der Vollwerternährung keine dominante Rolle spielen.
Na dann: Vielleicht mal unsere Milch aus Soja, Hafer oder Reis probieren?
Die Ökobilanz solcher „Milchersatz“- Produkte ist zudem deutlich besser.
Wenn Sie nicht in der Erwartungshaltung des vollmundigen Geschmacks von Kuhmilch an diese Produkte herantreten, eine durchaus leckere Alternative.
Ihre Eure MOMOs: raoul
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Milch hatte viele Qualitäten.
Milchkühe besitzen eine gesellschaftlich große Bedeutung. Sie wandeln Gräser und Klee in Nahrungsmittel um.
Mehr als die Hälfte der Wertschöpfung in der deutschen Landwirtschaft wird mit Milchkühen erzielt.
Wer einen Liter Biomilch kauft, stellt damit sicher, daß 4,5 Quadratmeter Weidefläche ökologisch bewirtschaftet werden.
Artgerechte Haltung, artgerechtes Futter
Ein wesentliches Element und dies gilt für jede Biomilch ist die Fütterung mit frischem Gras. Denn Milch von Freiland-Kühen enthält besonders viel konjugierte Linolsäuren (CLA = Conjugated Linoleic Acids), eine Fettsäurengruppe, die zumindest in Tierversuchen krebshemmend wirkt.
Wissenschaftler des Instituts für Ernährungswissenschaften der Universität Jena haben festgestellt, daß Milch von Kühen, die im Sommer ausschließlich ökologisch auf der Weide gehalten werden, dreimal mehr CLA enthält als von stallgehaltenen Kühen, Alpenmilch enthält bis zu doppelt so viel CLA im Vergleich zur Milch in tieferen Lagen.
Schaf- und Ziegenmilch enthält sogar noch mehr CLA als Kuhmilch.
Den hohen Anteil von konjugierten Linolsäuren haben auch die Wissenschaftler am Institut für Nutztierwissenschaften in Zürich beobachtet.
Forscher der Universität von Southampton untersuchen die Wirkung von CLA auf den menschlichen Organismus. Getestet werden zwei verschiedene Formen der Fettsäure, von denen sie annehmen, daß sie am meisten bewirken. Darüber hinaus haben Wissenschaftler aus Wales herausgefunden, daß Biomilch zwei Drittel mehr Omega-3-Fettsäuren enthält als konventionell erzeugte Milch.
Die Qualität von Biomilch, die nach den Richtlinien von zB Bioland oder Demeter produziert wird, ist eine andere.
„Grundsätzlich ist Biomilch nicht gleich Biomilch. Es kommt dabei nicht nur auf die Milchqualität und Behandlung an, sondern auch darauf, wie die Kühe gehalten werden”,
so Demeter-Pressesprecherin Renée Herrnkind.
Kühe, die bei Landwirten des Demeter-Verbandes gehalten werden, bleiben ihr Leben lang im Besitz ihrer Hörner. Und die Hörner des Rindviehs sind nicht nur schön, sondern erfüllen auch eine wichtige Aufgabe bei der Verdauung und dem Stoffwechsel bei der Milchproduktion. Meint Dr. med. vet. Wilhelm Höfer nach einer Untersuchung von Braunviehkühen biologisch-dynamisch wirtschaftender Bauern im Allgäu.
Renée Herrnkind erlebt immer wieder, „dass Demeter-Milch als besonders geschmackvoll und sahnig erlebt wird- und daß Demeter-Milch ganz bewusst gekauft wird”.
Demeter-Kühe haben nicht nur Hörner, sie bekommen hofeigenes Futter, haben Weidegang und die Milch ist in der braunen Glasflasche optimal geschützt und nicht homogenisiert.
„Mit zunehmender industrieller Verarbeitung wird tendenziell die ganzheitlich verstandene Milchqualität negativ beeinflusst”, so Dr. Lukas Rist, Leiter der Forschung am eidgenössischen Paracelsus-Spital in Richterswil. „Entsprechende Untersuchungen mit bildschaffenden Methoden von Roh-, Past- und UHT-Milch haben das gezeigt. Dabei wurde die biologische Rohmilch als qualitativ am günstigsten eingestuft.
Die Qualität nahm bei der Pasteurisierung dann am deutlichsten ab, wenn die Milchproben zuvor noch homogenisiert wurden.
Faire Preise
Zu hohe Milchquoten in der EU und der Preiskampf der Discounter lassen die Preise purzeln.
Auch Biomilchpreise orientieren sich an der Preisentwicklung im konventionellen Markt, wenn auch auf viel höherem Niveau.
Günstige Bio-Importe aus Dänemark und Österreich überschwemmen den Markt.
In einer gemeinsamen Erklärung haben sich Vertreter der ökologischen Landwirtschaft, der Bio-Molkereien und des Naturkosthandels für stabile und faire Bio-Milchpreise ausgesprochen. Sie vereinbarten, „den Markt für Bio-Milch so zu gestalten, daß er Menschen, Tieren und Umwelt nützt.“
Hintergrund der Vereinbarung ist der Preiskampf im konventionellen Milchmarkt, der auch den Bio-Milchpreis negativ beeinflusst hat.
Nach Angaben von Bioland fiel der Bio-Milchpreis von über 50Cent im Frühjahr 2008 bis November auf 45Cent. Dabei schwanken die Erzeugerpreise der einzelnen Molkereien zwischen 40 und 51 Cent je Liter.
Viele Marktteilnehmer befürchten, daß aufgrund der Biomilchpreissenkungen der Discounter (auf 89 Cent) die großen Biofilialisten die Preisspirale im Fachhandel ebenfalls nach unten drehen.
„Letztlich geht ein derartiger Preisdruck immer auf Kosten der Bio-Bauern,“ so Demeter-Vorstand Klemens Fischer.
„Ein fairer Preis für Bio-Milch orientiert sich immer an der Leistungsfähigkeit aller Teilnehmer einer Wertschöpfungskette“, heißt es in der Erklärung.
„Er berücksichtigt die positiven Auswirkungen auf Natur und Umwelt, bildet sich im fairen Wettbewerb der Marktteilnehmer und verdient Stabilität.“
„Das ist eine Willenserklärung gegen Geiz ist geil“, lobte Josef Jacobi, Biobauer und Aufsichtsratsvorsitzender der Upländer Bauernmolkerei die Erklärung.
Milchpreis bei Momo 2011
Bislang gab es bei Momo Milch in Pfandflaschen, die nicht teurer war als die Milch in den Elo-Paks.
Denn Mehrweg ist umweltfreundlicher, wenn die Ware halbwegs regional erzeugt, also nicht quer durch die Nation gekarrt wird.
Im Einkauf liegt der Preis für Flaschenmilch schon immer deutlich über dem von Tütenmilch.
Damit ist jetzt Schluss, wir haben den Milchpreis für Flaschenmilch, mit einem weinenden Auge, angehoben.
Denn wir zahlten seit der letzten Erhöhung sogar drauf.
Wir trösten uns, weil wir wissen daß der höhere Preis auch bei den Erzeugern und Erzeugerinnen ankommt:
Der heutige Auszahlungspreis an letztere liegt bei 0,43 Euro/Liter für Bio-Milch und damit etwa 25% über dem Niveau konventioneller Milch.
Der Preis stellt sich folgendermassen zusammen:
• Kosten der Molkerei sind
- Milch- und Milcherfassungskosten (=Transport vom Landwirt zur Molkerei)
- Vorbereitung der Milch wie Erhitzung, Zentrifugieren
- Reinigen der Flaschen bzw. Kosten für Verpackung
- Befüllen und Abpacken der Flaschen bzw. Tüten
- Lagern, kommissionieren
- Transport zum Kunden, ggf. Leerguttransport
- Marketing, Etiketten
• Für den Großhandel fallen Kosten
- ebenfalls im Lager an, Vereinnahmung der Ware, Lagerung und das Kommissionieren
- anschließend der Transport zu den Kunden
- Leergutrückabwicklung
- MHD Risiko
• Für den Einzelhändler fallen dann die Kosten in den Bereichen Handling, Lagerung und dem Bestellrisiko an.
Für alle Beteiligten muss man natürlich die jeweilige Verdienstspanne mit berücksichtigen, das sind Personalkosten, Raumkosten und Miete.
Das Bestellrisiko ist bei unserer Frischmilch deutlich höher als bei der ESL-Milch.
Wir führen keine ESL (die so genannte „länger frisch“- Milch) und sind wahrscheinlich eine der letzten Einkaufsstätten überhaupt, die echte Frischmilch anbietet. Der Verpackung sehen Sie nicht an um welche Milch es sich handelt.
Bei der Vorzugsmilch (= unbehandelt, wie frisch aus dem Euter) liegt die Haltbarkeit bei 2-3 Tage, daher fällt hier der Risikoaufschlag seitens des Grosshandels deutlich höher aus.
Das heutige Preisniveau für konventionelle Milch sieht wie folgt aus:
An die Bauern gehen ca. 0,35 Euro je Liter.
momo-raoul im Juli 2011
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