Der Naturkosthaushalt ist in ehrlichen Statistiken derjenige, welcher geringere Ausgaben für Lebens- und Genußmittel aufbringt. Nicht, daß die Krankenkassen etwa einen "Öko-Bonus" auszuschütten gedächten.
Geringerer Fleischkonsum, weniger Restaurantbesuche, weniger Alkohol, weniger Zigaretten tragen dazu bei. Ebenso wie die besser Qualität von Naturkost, Klasse statt Masse, der bewusstere Umgang, der höhere Nährwert. Wer dazu noch Zeit mitbringt, zum Kochen, Backen, Zubereiten, wird erleben, daß es viele köstliche, preiswerte und schnelle Möglichkeiten gibt, sich einfach und natürlich und gesund und genußvoll zu ernähren.
Der Einkommensanteil, den wir für Lebens-Mittel ausgeben, sinkt beständig. Bereitwillig geben- vor allem wir Deutschen- unser Geld für Heim und Fahrzeug aus, doch beim Essen setzen wir andere Massstäbe. Nirgendwo in Europa sind die meisten Lebensmittel so günstig wie in Deutschland.
Ein reeller Preis für eine Ware wäre, die Folgekosten des Produktes mit in die Kalkulation einzubeziehen.
Vom Anbau bis zur Kompostierung, von der Herstellung bis zur Entsorgung, alle Kosten der Produkt-Begleiterscheinungen.
Ökologische Ware würde viel preiswerter sein als konventionell erzeugte Lebensmittel, da deren "ökologischer Rucksack" nicht so gross ausfällt.
Durch ökologische Landwirtschaft werden weit weniger Schadstoffe in die Umwelt gebracht. Das erspart die Folgekosten zB der Boden- und Grundwasserverseuchung, sinkender Artenvielfalt uvm.
Der Sozialstaat würde entlastet, denn Naturkost ist gesünder, enthält mehr Vitamine und Mineralstoffe. Mehr Bruttosozialprodukt, geringere Belastung der Krankenkassen, auch durch das Fehlen krankmachender Pestizide.
Der Gute Bioladen vermeidet unnötige Umweltbelastungen, mit ökologischer Ladeneinrichtung, alternativem Verpackungsmaterial, biologischen Reinigungsmitteln, der Nutzung regenerativer Energien, mit Transportvermeidung.
Das Zustandekommen von Preisen beginnt eigentlich an ganz anderer Stelle, denn wir bezahlen im Geschäft gar nicht vorrangig für das Produkt, das wir erwerben.
Denn Lebensmittel werden an der Börse gehandelt.
Die EU subventioniert Milliarden, dadurch wird der ehrliche Preise verzerrt.
Marketing, siehe Aldi & Lidls Budget.
Verpackung.
Transport.
Markenpolitik.
...
Die Folgekosten des konventionellen Handels, vom Anbau bis in die Müllverbrennung, belasten unsere Gesellschaft erheblich. Werden aber nicht im Verursacherprinzip abgerechnet, sondern von uns allen an der Ladentheke und mit unseren Steuern. Das ist umweltpolitisch völlig falsch. Und wettbewerbsverzerrend.
Wir tragen die Konsequenzen für die Umweltschäden, verursacht durch konventionelle Landwirtschaft, Industrie, Transportunwesen.
Wir zahlen für Fehlernährung, Allergien, Krankheiten, Vergiftungen, Trinkwasseraufbereitung, Atomkraft, Klimawandel,...
So betrachtet sind viele Bioprodukte, und erst recht frische regionale Bioprodukte, langfristig die sehr viel preiswertere Alternative.

Profitmaximierung
daß Naturkost oft teurer ist als konventionelle Produkte ist zwar ein Vergleich zwischen Äpfeln und Birnen, nichts desto trotz liegt die gesunde Menschenverstandsvermutung nahe, jemand versuche sich gierig ein grösseres Stückchen vom Kuchen abzuschneiden.
So ist da ja auch normal.
Bioware wird inzwischen im grossen Stil produziert. Da spielen die Global Player schon lange eine grössere Rolle als bekannt ist.
Trittbrettfahrer Aldi, Tengelmann & Co haben schon seit Jahren nicht anderes im Sinn gehabt, als uns eine schöne Umwelt zu bescheren. Naturnah, kontrolliert, glückliche Lila Kühe und die Extraportion Milch mit Cerealien. Wie wir alle wissen.
Das Risiko ist, daß, wenn der Preis das Leitmotiv ist und nicht die Qualität (der Lebensmittel, des Handels,...), führt das zwangsläufig zu einer Qualitätsverwässerung.
Das gefährdete die Glaubwürdigkeit. Ein Imageschaden haftete dem Fachhandel an, weniger dem verursachenden konventionellem Einzelhandel mit seinen Bio-Schienen; die listeten dann die umsatzschlappen Produkte einfach wieder aus.
Eine Bio-Supermarkt-Kette-AG mussten erfahren, daß, sobald sich ein Big Player Marke Lidl als Öko-Investor outet, die (wertebewussten) Kunden wegbleiben.
Das stimmt mich zuversichtlich.
John Ruskin, engl. Sozialreformer, 1819 - 1900 :
"Es gibt kaum etwas auf der Welt, das nicht irgend jemand ein wenig schlechter machen und etwas billiger verkaufen könnte.
Und die Menschen, die sich ausschließlich am Preis orientieren, werden gerechte Beute solcher Machenschaften.
Es ist unklug, zuviel zu bezahlen, aber es ist noch schlechter, zuwenig zu bezahlen.
Wenn Sie zuviel bezahlen, verlieren Sie etwas Geld, das ist alles.
Bezahlen Sie dagegen zu wenig, verlieren Sie manchmal alles, da der gekaufte Gegenstand die ihm zugedachte Aufgabe nicht erfüllen kann.
Das Gesetz der Wirtschaft verbietet es, für wenig Geld viel Wert zu erhalten.
Nehmen Sie das niedrigste Angebot an, müssen Sie für das Risiko, das Sie eingehen, etwas hinzurechnen.
Und wenn Sie das tun, dann haben Sie auch genug Geld, um für etwas Besseres zu bezahlen."
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Ohne Umsatz- kein Idealismus daß wir unser 100%-ökologisches Unternehmen nicht nur mit unserem reichhaltigen Idealismus finanzieren können haben wir Momos erst lernen müssen. Seit 1983 hatten wir auch genug Zeit dazu.
Heute sind wir ein gesundes Unternehmen, in jeder Hinsicht. Doch suchen wir nicht die Profit-Maximierung, sondern die Optimierung: Die Deckung der Kosten. Für die Ware der Erzeuger und Händler; für den Betrieb und für den Lebensunterhalt von 2 Dutzend Momos.
Wie bei Momo Preise entstehen, wie unsere betriebswirtschaftliche Entwicklung ist, darüber informieren wir in unregelmässigen Abständen.
Transparenz ist unser Anliegen, von der Herkunft und Verarbeitung unserer Produkte bis hin zur Verwendung unserer Einnahmen.

Wie unsere Preise entstehen
An erster Stelle der Preisgestaltung im Bioladen stehen die Ausgaben für die Ware.
Unsere Bauern und Bäuerinnen verbrauchen weniger Düngemittel und keine Pestizide, geben weniger Geld aus für Fuhrparks und Maschinen als konventionelle Erzeuger, haben dafür aber sehr viel höhere Personalkosten.
Der Ernteertrag ist in unserer Region bis zu 30% geringer als im konventionellem Anbau.
In der Tierhaltung werden hochwertige Bio-Produkte verfüttert
So wird unterm Strich etwas weniger verdient als in der konventionellen Landwirtschaft.
Subventionen machen bei unseren Biobauern einen unbedeutenden Faktor aus, was den Preis im Verhältnis zu subventionierten Lebensmitteln erhöht.
Kontrollen machen einen wesentlichen Kostenfaktor aus.
Die Höfe werden regelmäßig kontrolliert, so werden z.B. Boden- oder Gemüseproben analysiert und der Warenfluß (Verhältnis Anbaufläche zu Ertrag) kontrolliert. Neben den Kontroll- und Analysekosten fallen Beitragszahlungen an.
Staatlicherseits findet jährlich eine Kontrolle statt, bei der die Einhaltung der Normen der Europäischen Union kontrolliert werden, das ist der Mindeststandard für eine Anerkennung als biologisch- wirtschaftender Betrieb. Wir bevorzugen Ware, die zusätzlich von einem privaten Anbauverband kontrolliert wird, wie z.B. Demeter oder Bioland. Die Richtlinien sind weitreichender als die EU- Norm, und auch hier fallen wieder zusätzliche Kosten an, von denen der konventionelle Landwirt verschont bleibt.
Ebenfalls bei MOMO fallen Kontrollkosten an. Neben den Besuchen seitens öffentlicher Stellen lassen wir uns alle zwei Jahre durch den -> BNN (Bundesverband Naturkost und -Waren) kontrollieren.
Qualitäts- und Schadstoffanalysen bringen einen beachtlichen Kostenaufwand mit sich, ebenfalls bei den verarbeitenden Betrieben und im Grosshandel.
Auch auf dieser Handelsstufe, den Herstellern und Grosshändlern fallen Kontrollkosten an, sowohl von staatlicher wie von Verbandsseite: Niemand darf einfach irgendwas in Tüten füllen und "bio" draufschreiben, ohne die entsprechenden Zertifikate.
Ob wirklich bio drin ist, wo bio draufsteht, erkennen Sie an dem Hinweis auf die Kontrollstelle, der auf keiner Verpackung fehlen darf, z.B.: DE-007-Öko-Kontrollstelle. Sollten Sie Zweifel an der Seriösität eines als "bio" ausgelobten Produkts haben, teilen Sie es uns bitte mit, wir leiten das an geeignete Stellen weiter.
Ein weiterer wesentlicher Kostenpunkt entsteht durch den Transport der Produkte.
Wenn wir Ware eines unserer regionalen Biohöfe beziehen, ist diese i.d.R. teurer als importierte französische oder italienische Ware. Und, es ist paradox, aber wenn ein "Grosser" den ganzen Kram tonnenweise in der gesamten Nation verteilt ist das günstiger als regional eine kleinere Ernte zu vermarkten.
Zweifelsohne nicht ökologischer, aber über den "ökologischen Rucksack" steht ja auch nichts auf dem Etikett: Bio ist trotzdem drin, auch wenn die bayrische Biomolkerei Milch von friesischen Kühen in Berlin verkauft.
Hier betrachten wir es als unsere Aufgabe, eine Sortimentsauswahl zu treffen, die unseren Interessen entspricht: Wir bevorzugen die oft teurere, regionale Ware.
An nächster Stelle der Preisgestaltung liegen Verarbeiter und Grosshandel. Neben den o.g. Kontroll- und Analysekosten gibt es auch hier die regionalen, dezentralen Strukturen, die meist etwas teurer sind. Dafür aber unvergleichliche Qualität liefern.
Zudem kennen wir unsere Lieferanten, Hersteller und die Erzeuger seit vielen, vielen Jahren.
Unsere Grosshändler sind meist ebenso regional orientiert.
Das macht unsere Produkte nicht billiger, aber ökologischer, ideologisch vertretenswerter und identifikationsträchtig.
Die unterste Handelsstufe ist der Bioladen.
Je grösser der Betrieb, um so, verhältnismässig, geringer sind die Kosten. Je kleiner die Struktur, um so teurer, je kleiner ein Geschäft, um so höher fällt der Preisaufschlag aus, denn Ausgaben für Miete, Fahrzeuge, sowie Verbrauchskosten et cetera sind verhältnismäßig höher.
Laut statistischen Erhebungen seitens des Instituts für Handelsforschung in Köln sieht die Kostenstruktur für kleine Bioladen stark vereinfacht folgendermaßen aus:
2/3 der Einnahmen decken den Warenbezug, 1/3 alle anderen Kosten, und unterm Strich macht jeder Bioladen tausende Miese im Jahr. daß das aber nicht immer bedeutet, daß die kleinen Läden schliessen, liegt meist an der geringeren Entlohnung der UnternehmerInnen. Die Erhebungen berücksichtigen auch kalkulatorische Faktoren, also wie hoch das Unternehmergehalt im "Normalfall" wäre.
Vielen BioladnerInnen ist die Authentizität wichtiger als ein höheres Gehalt (und sowieso keine Zeit es auszugeben).
Mischkalkulation
Nicht jedes Produkt kann mit dem gleichen Aufschlag kalkuliert werden.
Bei Momo liegt der Aufschlag zwischen 5 und 70%. Welche Produkte wir zu welchem Preis verkaufen liegt aber nur zu einem Teil in unserem Ermessen. Wir gestalten innerhalb dieser Mischkalkulation die Verkaufspreise derart, daß manche Produkte nicht teurer sind als andere, obwohl im Einkauf ein Unterschied besteht. So fördern wir zB Grundnahrungsmittel, frische, möglichst unverarbeitete, regionale Produkte und solche kleiner Hersteller. Würden wir stur kalkulieren würden wir unsere Kunden verschrecken, wenn bei Momo Milch und Butter 50 cent teurer wären als anderswo. daß dadurch anderes billiger wäre fiele nicht so sehr ins Gewicht, da es die verkaufspsychologisch wichtigen Eckpreise gibt. Jeder Verbraucher kennt diese und bewertet anhand dessen das Preisniveau seiner Einkaufsstätte, nicht anhand des tatsächlichen Durchschnittsaufschlags.
Unprofessionell
Eine falsche Struktur kann Produkte unverhältnismässig verteuern. Das mag für die hutzelige Öko-Szene vor Jahren zugetroffen haben. Heute ist der Handel professionell organisiert, allerdings mit ethischen Abstufungen.
Werbeetat Man sollte bedenken, daß Aldi und Lidl zusammen etwa 600 Millionen Euro jährlich für Werbung ausgeben. Kosten, die die Produkte weder besser noch günstiger machen.
Und es mag zu denken geben, warum so viel Geld für Marketing ausgegeben werden muss.
Der Preis der kleinen Preise
ist z.B. Dicke Beine für fünffuffzig, denn an den Personalkosten wird gespart. Kosteneffiziente Personalstruktur kann Ausbeutung bedeuten, wenn zB nur stundenweise der Arbeitsbedarf abgerufen wird, sozialabgaben gespart, Überstunden nicht vergolten werden, der Kündigungsschutz ausgehebelt wird.
Monokultur
Der Preis ist Monokultur. Die alte Leier, wachse oder weiche. Einfalt statt Vielfalt, in der Landwirtschaft, der Tier- und Pflanzenwelt, der Ernährung.
Einkaufspreise werden diktiert statt akzeptiert, der Landwirt wird gezwungen, billiger zu produzieren, die Preise orientieren sich nicht an einer Kostendeckung, sondern an der Marktsituation oder dem Gutdünken der Vorstandsetage die ihre Konkurrenz platt zu machen oder ihre Boni zu verdoppeln gedenkt.
Verkehr
Der Preis ist erhöhtes Verkehrsaufkommen, mit allen Konsequenzen, von Stau bis Strassenbau, Spritgestank bis Fluglärm.
Es wird Billigware importiert statt regional bezogen. Alle Komponenten eines Produktes werden so preiswert wie möglich eingekauft, aus der ganzen Welt zusammengekarrt. Hauptsache billig.
Schadstoffe
Der Preis ist eine hohe Schadstoffbelastung. Erst die der landwirtschaftlichen Flächen, dann die der Produkte, schliesslich die des Zwischenlagers Homo Sapiens und dann die des Grundwassers.
Kontrollen und Analysen sind die Ausnahme, und wenn mal ein Skandal ans Tageslicht kommt, das Produkt dazu ist schon längst vom Markt (sprich: gegessen). Schadstoffhöchstmengenverordnungen lassen sich umgehen, indem aus vielen Pestiziden ein Cocktail gemixt wird, mit unerforschten Konsequenzen.
Einweg ist kein Weg
Der Preis ist Einweg statt Mehrweg, denn Mehrweg kostet Zeit und Geld.
Palettenverkauf
Der Preis ist ein geringes Sortiment, wenig Auswahl, die Schnelldreher auf Palette in einem Verkaufsraum ohne Atmosphäre mit Mitarbeitern ohne Gute Laune.
Und beraten kann auch keiner, wozu auch, die 500 Artikel kennt ja jeder.
Das will natürlich niemand.
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Momo ist seit 1983 zu einem sehr grossem Bioladen gewachsen. Klassifikation Bio-Supermarkt.
Die Bezeichnung "Supermarkt" hat in meinen Ohren etwas abwertendes. Zwar suggeriert dies einen grossen Laden mit viel Auswahl und günstigen Preisen, was nicht unzutreffend ist. Doch ruft es in mir auch Bilder hervor von Anonymität, Eile, Idiotie und Stress, die mit Momo nun gar nicht zu tun haben.
Unser Rohertrag, also das Geld das übrig bleibt, wenn die Lieferanten bezahlt wurden, liegt beruhigend über 30%, der existenziellen Untergrenze, im Lebens-mittel-fach-einzel-handel.
Hiervon zahlen wir alle anfallenden Kosten.
Zum einen die Gehälter; es sind zwei Dutzend Mitarbeiter, alle arbeiten sozialversichert auf Lohnsteuerkarte, inclusive bis zu vier AzuBis, keine Aushilfen.
Dann die Geschäftskosten.
Einen dicken Batzen machen die Miet- und Nebenkosten aus.
600qm Verkaufsfläche, hunderte qm Nebenräume, zwei Garagen, dreizehn Kundenparkplätze- da kommt was zusammen. Unser Ökostrom ist nur unwesentlich teurer als Atomstrom. Trotz ausnahmsloser Verwendung von Sparbirnen, die Menge machts, daß wir sehr viel Strom verbrauchen. 50% Licht, 50% Kühlung.
Acht Meter Milchkühlung, acht Meter Käsetheke, fünf Meter Metzgerei, Gemüsekühlung, drei Kühlzellen im Lager, drei Tiefkühltruhen, da kommt was zusammen.
Nach Abzügen weiterer Kosten, Steuern, Beratung, Verpackung, pipapo, was dann noch übrig bleibt wird "Gewinn" genannt.
Klingt erstmal wie der Grosse Preis, ist aber nicht so. Hiervon müssen Investitionen finanziert werden, Lastrad, Waage, Anschaffungen grösserer Art; Kredite getilgt werden; Steuern gezahlt werden; und nicht zuletzt, der Unternehmer (das bin ich) seinen Lebensunterhalt gestalten.
Eine Entlohnung steht bei Momo immer im Verhältnis zu einer Leistung- der Grund für unser gesundes Wachstum seit 1983.
In Euro ausgedrückt heißt das, von 11 Euro, die Sie bei uns lassen, geht die Umsatzsteuer an den Staat, das ist etwa 1 Euro.
6 Euro gehen an unsere Lieferanten, und zwar die eine Hälfte an Großhändler, die Andere an Hersteller und Landwirte direkt. 1 Euro geben wir weiter an die Vermieterin, die Müllabfuhr, den Strom- und Wasserlieferanten, und wir kaufen davon Verpackungsmaterial, Glühbirnen, Käsemesser, wir zahlen für unsere Werbung, für Betriebskontrollen und Verbandsmitgliedschaften.
2 Euro sind für die Mitarbeiter. Nach unserer Selbstausbeutungsphase, die wohl alle Pioniere durchmachen, sind wir inzwischen immerhin bei einer tariflohnnahen Marke angekommen. Wenn auch mit Abstrichen bei imaginären Monatsgehältern wie 13tes, 14tes oder Weihnachtsgeld, und ohne zusätzliches Urlaubsgeld, verglichen mit branchenüblichen Gehältern (2001 im Schnitt 8,50 Euro brutto) stehen wir ganz gut da; und wir kommen ohne Aushilfen zurecht, also 100% sozialversicherte Stellen bei Momo.
Der letzte Euro ist der Gewinn. Daraus erhalte ich mein Chefgehalt, meine Versicherung und Steuern werden ebenso finanziert wie Investitionen, also Lasträder, Regale und Kühltheken. Es werden Kredite getilgt und Rücklagen gebildet, die dem Betrieb in schlechten Zeiten zur Verfügung stehen sollen.
Preis-Wert
Wir nutzen alle Möglichkeiten, die Produkte so preiswert wie möglich zu verkaufen. Allerdings darf das nicht auf Kosten der Inhalte gehen. Fehlende Beratung und gestrafftes Sortiment gibt`s an jeder Ecke, auch in bio.
Umsatzsteigerung ist eine Möglichkeit, denn den Mehreinnahmen stehen verhältnismässig geringere Mehrausgaben gegenüber.
Durch unsere Expansion konnten wir unseren Aufschlag um bis zu 10% senken.
Das Risiko ist ein Verlust der Identität.
Ein großes, also breites und tiefes Sortiment, bedarf eines enormen Zeit- und Kostenaufwandes. Ein paar hundert Produkte zu führen die allesamt "Schnelldreher" sind, wie das im Discounter üblich ist, führt sicherlich zu geringeren Kosten, erstrecht wenn es direkt von der Palette verkauft wird. Aber das ist ja nicht in unserem Interesse.
Bei uns gibt es auch jene Spezialitäten, die einen Fachhandel ausmachen.
Ein Risiko dabei ist zudem der hohe Lagerbestand.
Wir haben an die 50 Einkaufsquellen für unsere ca. 6000 Produkte, damit Sie auch finden was Sie suchen, und das in bestverfügbarer Qualität.
Gute Sortimentspflege kostet viel Zeit und Geld.
Unser Anspruch, möglichst unverarbeitete Lebensmittel zu verkaufen, ist einer Preissenkung nicht gerade förderlich.
Auf der einen Seite können wir stolz darauf sein, 75% unseres Sortiments besteht aus Frischware, also aus Obst & Gemüse, Brot & Kuchen, Käse, Eiern, Milch und Fleisch.
Haben wir ja auch nicht anders gewollt. So frisch und unverarbeitet wie möglich. In vollem Besitz von Geschmack und Nährwert.
Aber verlustanfällig und Personalkostenintensiv.
Bioprodukte haben ihren berechtigten, meist höheren Preis. Dennoch gibt es Möglichkeiten, sich preiswert und gesund zu Ernähren:
Der Preisunterschied zu konventionellen Lebensmitteln schwindet. Viele Produkte sind bei uns sogar günstiger als bei den konventionellen Ketten, die ihre Form der Mischkalkulation suchen.
Unverarbeitete Lebensmittel der Saison sind günstiger zu haben als konservierte, verarbeitete Ware, und dazu gesünder und leckerer. Oft sogar günstiger als im konventionellem Handel.
Verarbeiten Sie das eine oder andere selbst, mit Zeit und etwas Geschick lassen sich schnelle und günstige Gerichte herstellen.
Berücksichtigen Sie die Konzentriertheit biologischer Nahrungsmittel. Vollwertige, frische Lebens-Mittel sind reicher an Vitaminen und Mineralstoffen, der Nährwert ist grösser, der Bedarf weit geringer.
Verarbeitete Bio-Produkte sind häufig teuer als es der Normalverbraucher gewohnt ist. Ein Blick auf die Zutatenliste des konventionellen Produktes verrät zB: Billige Rohstoffe plus Aromen. Gute Fruchtaufstriche zB enthalten bis zu 100% Fruchtanteil. Gute Säfte werden nicht aus Konzentraten hergestellt,
Also kein Vergleich.
Wir bemühen uns, in allen Warengruppen ein günstiges Dauerangebot zu führen. Wir führen ständig Aktionsprodukte, deren Preis für einen bestimmten Zeitraum herabgesetzt ist, begleitet von Probiermöglichkeiten.
Wir bieten verschiedene Formen von Rabatten an, auch mit MOMOs KundInnenKarte. Und wir bieten unser preiswertes Gemüseabo an.
momo raoul
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